Unter uns (Mamitipps)

Tochterliebe

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Als Kind ist man genervt von den Sätzen: „ Glaub mir, später wirst du mich verstehen“, „Wenn du mal jemandem hinterher räumen musst, wirst du an mich denken“ und  „Irgendwann hast du auch Kinder und dann geht es dir genauso“…

Mindestens einmal am Tag stehe ich schmunzelnd da und würde am liebsten meine Mama anrufen um ihr zu sagen: „ Mama, oh Mama, liebste Mama aller Mamas, wie recht du doch hattest!“ Es beschleicht mich dabei auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie ich auf diese Sätze zurückgefaucht habe.

Was war ich nur immer für ein Bengel. Habe meine Socken in die Ecke geschmissen, meinen Teller nicht aufgeräumt und große Diskussionen geführt, um mich vor dem Haushalt zu drücken. Und nun bekomme ich alles gefühlt dreifach zurück. Das ist dann wohl das Karma, man könnte es aber auch „erwachsen werden“ nennen. Irgendwann erlebt man den Tag, an dem man diese so gehassten Sätze von damals selbst ausspricht.

„Dies ist mein Liebesbrief an dich“

Jeder spricht immer über „Mutterliebe“, doch ich möchte dir hiermit meine „Tochterliebe“ ausdrücken. Dies ist mein Liebesbrief an dich, mein Ausdruck von purer Liebe für solch eine wundervolle Frau, die mir meinen Weg vorgegeben hat und mich auf diesem begleitet. Ich habe als Kind nie die Grenzen wahrgenommen, die du ständig für mich überschritten hast. Nie so sehr wie jetzt begriffen, was für einen Löwenmut du des öfteren aufbringen musstest, um mich zu beschützen. Nie die Liebe zu deiner Tochter nachempfinden können, sondern die Liebe einer Tochter gegeben. Jetzt erlebe ich beide Seiten und muss umso mehr sagen: „Chapeau Mama!“ Du hast mich immer meine eigenen Grenzen austesten lassen, um mir ein Gespür für richtig und falsch zu vermitteln. Hast meine unerträglichen Launen und Phasen ausgehalten und mit einem Lächeln abgetan. Vielleicht weil du wusstest, das es irgendwann so wird wie jetzt und ich voller Respekt sage: „Ich kann nur hoffen, eine so gute Mutter wie du zu werden und möchte meine Tochter so frei und doch begrenzt erziehen wie du es mit mir getan hast!“

Danke für deine selbstlose Liebe!


Tochterliebe-Geschichten (dafür liebe ich dich, Mama):

Haustier

Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, wollte ich unbedingt noch ein Haustier (wir hatten eine Katze), aber mein Vater wollte dies überhaupt nicht. Als er auf einer Geschäftsreise war, ging meine Mutter dann mit mir zum Fachhandel und kaufte mir spontan ein komplettes Aquarium mit Fischen und machte mich damit sehr glücklich.

Blutabnahme

Weil ich eine Zeit lang regelmäßig zu ärztlichen Kontrollen musste und furchtbare Angst vor Blutabnahmen hatte, hat meine Mutter den Arzt überredet mir Blut abnehmen zu dürfen (sie ist gelernte Arzthelferin und Heilpraktikerin), um mir die Angst davor zu nehmen. Also unterhielt sich der Arzt mit mir und meine Mama nahm mir das Blut ab. Meine Angst vor dem Blut abnehmen ist zwar geblieben, aber an diese Geschichte denke ich bei jeder Blutabnahme.

 

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Habt ihr Lust, Eure schönste Tochterliebe-Geschichte mit mir zu teilen? Schickt mir einen kurzen Text über eine Geschichte aus eurer Kindheit und ein Kinderfoto mit eurer Mama.
Schön wäre es, wenn ich einen Artikel erstellen kann, mit lauter bunten Geschichten von euch.

Bitte sendet die Geschichte bis 25.12.2016 ein an suessfrosch.tray@gmail.com

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