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Vater, Mutter, Kind…und dann? Blogparade von Mamasdaily

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Mamasdaily: http://mamasdaily.net/vater-mutter-kind-und-dann-blogparade/

Der unglaubliche Heiratsantrag, die wundervolle Hochzeit, eine tolle Schwangerschaft und dann waren wir auf einmal zu dritt. Es gibt kaum etwas atemberaubenderes im Leben, als die Geburt eines Kindes und das Leben mit einem Kind.  Es gibt so viele Momente die mich täglich glücklich machen.

Manchmal mache ich meine Augen auf (wenn wir morgens im Bett kuscheln) und Lia liegt ganz nah neben mir,  drückt ihre kleine Nase an meine Stirn, umklammert mit ihren Händchen mein Gesicht und freut sich über meine Nähe. Dies sind Momente die ohne Worte passieren und mein Herz aufgehen lassen.

Dann gibt es diese Momente in denen ich mich kaputt lachen könnte, wenn Lia einen Hokkaidokürbis durch die Küche schleudert und dabei „Ball“ ruft, weil sie gerade das Wort gelernt hat und stolz ist, den Kürbis als Ball entlarvt zu haben.

Es gibt allerdings auch diese Tage: Mir fällt das Pesto (im Glas) runter, überall Scherben, überall Soße. Lia mittendrin, die unbedingt mit mir spielen möchte. Wild fuchtelt sie mit den Armen und fängt an zu weinen, weil ich sie in den Hochstuhl setze (damit sie sich nicht verletzt),  anstatt mit ihr zu spielen. Ich tapse barfuß durch die Küche und suche meine Hausschuhe, die Lia in der Waschmaschine versteckt hat, die muss man ja auch mal waschen (denkt sie sich wohl). Die Klingel läutet, ich schnappe mir die Hausschuhe, Kämpfe mich durch den Scherbenwald und laufe zur Türe. Der Postbote bringt ein Päckchen. Lia weint noch lauter, weil sie wissen will, wer an der Türe war und was in dem Paket ist. Auf in den Kampf! Scherben beseitigen, Pesto aufkratzen und alles sauber machen. Lia zum spielen raus nehmen…Juhu geschafft.

Das sind diese Tage an denen ich mir denke, puh, was für ein Stress, und dann noch ein kleines Mäuschen, das auch meine Aufmerksamkeit erwartet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Lia es genießen würde ein Geschwisterchen zu haben. Sie ist zwar noch ein Einzelkind, aber ein sehr soziales Kind, denn sie teilt ihr Essen, kuschelt gerne mit anderen Kindern und füttert andere Kinder gerne (fast als ob sie sie bemuttern möchte). Da denke ich mir immer “oh wie lieb ist das denn“ und sehe mich in Gedanken mit 2 Kindern glücklich auf der Couch sitzen. Ich selbst bin ein Einzelkind und habe mir immer ein Geschwisterchen gewünscht, eine Schwester oder einen Bruder, mit dem man sich gemeinsam auf dem Spielplatz austoben kann. Einen Menschen im Leben zu haben, der immer für einen da ist, dich von klein auf kennt und alle Macken akzeptiert. Zu jeder Uhrzeit und an jedem Tag und wenn es nur ein Telefonat ist oder eine Nachricht, diese Bindung hat man zu niemandem sonst. Solch eine vertraute Person wünsche ich mir für Lia.

Wir Deutschen haben ein bisschen vergessen, was Familie bedeutet. Familien treffen sich, man hilft sich gegenseitig, besucht sich öfter … In vielen deutschen Familien ist alles so steif geworden und die meisten haben nur ein Kind, welches in den Himmel gelobt wird und alles bekommt was es will. Durch meinen Mann habe ich gelernt eine große Familie zu schätzen. Es ist manchmal ein Chaos, aber die Kinder wachsen zusammen auf und der Cousin ist dann eher wie ein Bruder. Somit hat man mehrere „Geschwister“ auf die man zählen kann. Das hatte ich nicht, denn wenn ich es mir mit einer Freundin verscherzt hatte, war sie weg, Geschwister bleiben.

Wir sind glücklich, überglücklich mit unserem Leben als kleine Familie, aber es fehlt etwas. Nichts, was uns genommen wurde und ersetzt werden will, sondern es ist ein Platz in meinem Herzen frei, der besetzt werden möchte. Es ist ein Wunsch in mir noch ein solch wundervolles Wesen in unseren Kreis zu lassen. Dass ich noch ein zweites Kind möchte ist gar keine Frage, die Frage ist nur wann.
Jetzt wo Lia gerade anfängt sich so schnell zu entwickeln und mit uns kommunizieren kann. Jetzt macht es erst richtig Spaß. Zu überlegen, ein zweites Kind zu bekommen, ist fast so wie damals, als wir überlegten, wann der richtige Zeitpunkt für das erste Kind ist. Immer und nie kann ich da nur sagen, denn man fühlt den Moment einfach und dann sollte man es wagen.

Ihr werdet sehen, wann mein Gefühl durchgebrochen ist.

 

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