Unter uns (Mamitipps)

Und wie ist es, Mama zu sein? Und wie ist es, Papa zu sein?

IMG-20170216-WA0055

Für die Papas verändert sich das Leben und der Alltag nicht so sehr, wie für uns Mamas. Wie so ein neu gewonnener Alltag mit Kind wohl ist? An den Antworten zu diesen Fragen habe ich gemerkt, für wen sich eigentlich alles verändert hat und das wir uns als Ehepaar durch den neu strukturierten Alltag auch verändert haben.


_DSC7980.JPG

Und wie ist es, Mama zu sein?

Wir sind schwanger, sagt man ja so schön, aber eigentlich ist nur die Mama schwanger und das mit vollem Körpereinsatz (im wahrsten Sinne des Wortes). Es ist schön, gemeinsam durch die Schwangerschaft zu gehen und alle Emotionen mit seinem Partner zu teilen und sich auf den gemeinsamen Nachwuchs zu freuen.  Vieles jedoch kann man nicht kommunizieren oder mit dem Partner teilen. Dinge wie: geschwollene Füße, Übelkeit, Fressattacken, Unwohlsein durch die Gewichtszunahme, Hautreißen, spannende Brüste… ich könnte noch so vieles aufzählen, über das man eher nicht spricht. Aber was wir teilen können, sind die wunderbaren Kindsbewegungen, die Ultraschallbilder, der schöne runde Bauch unter dem Pulli und der klassische Watschelgang, den man selbst kaum wahrnimmt. Gefühle teilen und zeigen wir in der Schwangerschaft wohl am liebsten, unsere Vorfreude teilen wir genau so gerne und am liebsten sollen alle wissen, dass man vor Freude und Stolz platzen möchte. Dann kommt die Geburt, die unerklärlichen Schmerzen, die mit jeder Wehe verbunden sind und das wahnsinnige Gefühl, den Bauchkrümel endlich auf dem Arm zu haben. Gefühle und Schmerzen, die man nicht teilen kann und die auch nur die Mutter durchlebt. Manche Papas würden diese Gefühle auch  gerne nachempfinden, denn all das ist auch ein unersetzliches Gut, seinem Kind so nah zu sein. Während wir Mamas also rund wurden und uns nach der Geburt erholen, kann der Papa nur zusehen und versuchen, zu unterstützen. Jetzt geht’s richtig los, Fliegerstellung , Spucke wegputzen, Köpperchen machen und das Baby durch die Wohnung tragen bis es schläft.  All das auch einfach mal an den Papa abgeben, denn man muss Kraft sammeln für die nächsten nächtlichen Stunden, die man nicht im Bett verbringt. Mamas verlieren durch ihren neuen Tagesrhythmus und die Umstellung, sich nicht nur um sich selbst kümmern zu müssen vielleicht sogar einen Teil ihrer Freunde, weil manche nicht verstehen, warum man sich besser nach dem Mittagsschlaf des Kindes trifft, anstatt davor. Sie haben keinen Kontakt zur Arbeit und haben daher abends nicht mehr so abwechslungsreiche Geschichten zu erzählen. Mamas kämpfen mit Ihrem Körpergefühl, weil die Babypfunde nicht purzeln wollen und die Tage zu kurz sind, um zu trainieren. Mit ihren Geburtswunden müssen sie ebenfalls kämpfen um sich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder so zu fühlen, als ob ihnen ihr Körper wieder gehört und man wieder in der eigenen Haut steckt.

 20160821_155656.jpg

Und wie ist es, Papa zu sein?

Papas können in der Schwangerschaft und bei der Geburt nur beistehen und an manchem Teil haben, sie können es aber nicht körperlich durchleben, oder die durch die Schwangerschaft entstandene Verbundenheit zwischen Mama und Kind fühlen, wie es eine Mama kann. Das allerdings kann auch an manchen Papas nagen, denn wer würde das nicht gerne nachempfinden.

Das Leben als Papa beginnt erst richtig, wenn das Kind da ist. Der Moment, wenn man sein Kind als Papa das erste Mal auf den Arm bekommt und weiß, wie es aussieht, sich anfühlt und riecht. Man möchte gar nicht nach Hause gehen und alleine in der Wohnung schlafen, weil die Familie ja im Krankenhaus ist. Wenn dann aber endlich alle nach Hause dürfen, beginnt die Zeit des stundenlangen Tragens, man kann endlich jede Sekunde gemeinsam verbringen und die 10 Monate, die das Baby im Bauch verbracht hat (bei Mama) als Papa nachholen.

„Oh die Nächte sind sooooo kurz!“ Papas wachen nachts nicht so oft auf, wenn das Kind weint, vor allem wenn die Mama stillt und der Papa ihr in diesem Moment eh nicht weiterhelfen kann. Papas wechseln dafür meist mehr Windeln. Papas müssen den Kinderwagen durch die Welt schieben und auf den Spielplatz gehen, während Mamas total erschöpft versuchen, ein wenig zu schlafen, das heißt nicht, dass die Papas nicht auch müde sind. Ich beobachte das übrigens sehr oft an der Augsburger Wertach, 5 Uhr morgens, Papas im Jogginganzug schieben hundemüde das schreiende Mäuschen vor sich her. Der Papa geht nach seiner Auszeit zuhause weiter in die Arbeit, sieht seine Kollegen jeden Tag und hat dieselben beruflichen Abläufe wie immer. Er kommt am Abend nach Hause und kann sich die kunterbunten Geschichten der restlichen Familie erzählen lassen. Meist wird dann gemeinsam gegessen und man verbringt ein wenig Zeit miteinander, bis das Kind ins Bett geht und langsam Ruhe im Haus einkehrt.

Manchmal müssen wir den Papas sagen, was sich für uns alles verändert hat, denn ohne dass wir es ihnen zeigen und erklären, können sie den Stress oder die Erschöpfung nicht nachvollziehen.  Manchmal ist einem vielleicht selber gar nicht klar, was sich alles verändert hat, denn wir alle wollten diese Veränderung und genießen unser Glück mit diesen kleinen Wundern jeden Tag.

4 Kommentare zu „Und wie ist es, Mama zu sein? Und wie ist es, Papa zu sein?

    1. Oh nein, dann bist du ja jetzt schon Papa und ich hab es total verpasst, da ich mein WordPress jetzt erst richtig entdecke mit meinem neuen Laptop. Entschuldige dafür! Wie geht es euch 3? Liebe Grüße

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s