Unter uns (Mamitipps)

Nabelschnurblut/Nabelschnurgewebe- Was man wissen sollte

 

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Heute möchte ich mich mit dem Thema „Nabelschnurblut“ auseinandersetzen und euch ein bisschen darüber informieren.

Warum ist Nabelschnurblut so wichtig?

Das Nabelschnurgewebe ist reich an Stammzellen (aus einer Stammzelle bilden sich z.B. Muskelzellen, Nervenzellen, Blutzellen). Wissenschaftler gehen davon aus, dass in Zukunft viele Menschen im Laufe ihres Lebens auf Basis von Stammzellen behandelt werden können, unter anderem im Kampf gegen Blutkrebs. Studien zur Behandlung mit Stammzellen bei Hirnschäden, Autismus, Diabetes Typ 1, Aplastische Anämie laufen.

Vorteil

Da das Erbgut aus dem Nabelschnurblut und -Gewebe sehr jung ist, sind Schäden am Erbgut sehr gering, was bei einer Spende von Blut-Stammzellen (alternative Methode) ein erhöhteres „Risiko“ darstellen könnte.

Nachteil

Krebszellen können sich jedoch sehr früh im menschlichen Körper bilden, somit auch schon im Mutterleib. Falls das Kind diese Zellen schon produziert hat, sind sie ebenfalls im Nabelschnurblut und bei Ausbruch der Krankheit für eine spätere Transplantation ungeeignet. Die meisten Ärzte raten aus diesem Grund (nach dem heutigen Stand der Medizin) von einer Einlagerung der Stammzellen ab.

Wie kann ich Nabelschnurblut und -Gewebe einlagern lassen?

Die Hebamme fängt das Blut (ca. 50 bis 150ml ) zusammen mit Gerinnungsmittel nach der Geburt direkt in einen dafür vorgesehenen Behälter auf. Diese Behälter kann man sich von dem jeweiligen Einlagerungsvertreter zusenden lassen (Ablauf unterschiedlich).  Es gibt verschiedene Anbieter, die kostenpflichtig das Nabelschnurblut und -Gewebe einlagern. Hierbei belaufen sich die Kosten der Einlagerung für ca. 20 Jahre ungefähr auf 1500€ bis 3000€. Nabelschnurblut kann ebenso gespendet werden. Man kann das Blut auch in einer Spenderkartei eintragen und ebenfalls für die Eigennutzung einfrieren lassen. Das Nabelschnurblut wird dann bei -196°C in flüssigem Stickstoff gelagert und verliert seine heilende Wirkung nicht.


  

Fazit

Therapien mit Stammzellen aus Nabelschnurblut und -Gewebe ist eine Idee für die Zukunft, die man noch nicht abschätzen kann, daher sollte jeder selbst abwägen, ob eine Einlagerung in Frage kommt und sich gut darüber informieren.

Weitere Informationen unter:

öffentliche Stellen: 

www.stammzellenbank.de

www.dkms-nabelschnurblutbank.de

www.transfusionsmedizin.uk-erlangen.de

private Nabelschnurblutbanken:

www.deutsche-stammzellenbank.de

www.eticur.de

www.seracell.de

Denkt an die Zukunft unserer Kinder!

Ich möchte ebenfalls die Möglichkeit nutzen um auf die DKMS aufmerksam zu machen, denn auch wir Erwachsenen haben die Möglichkeit zu spenden.  Ich selbst bin registrierter Spender und der Weg dorthin ist super einfach.

Hier mehr Infos:

https://www.dkms.de/de/spender-werden

DKMS bei Facebook:

https://www.facebook.com/DKMS.de/

Ein Kommentar zu „Nabelschnurblut/Nabelschnurgewebe- Was man wissen sollte

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