Unter uns (Mamitipps)

Blogparade – Was Kinder zu oft zu hören bekommen… #zuoftgesagt

Ohne Titel
Sari vom Blog Heldenhaushalt hat eine tolle Blogparade erstellt zum Thema: „Blogparade – Was Kinder zu oft zu hören bekommen… #zuoftgesagt“

Sarah-Heldenhaushalt: „Es gibt diese Momente, in denen wir uns ertappt fühlen. Wir zucken innerlich zusammen, direkt, nachdem wir es gesagt haben. Sofort, nachdem uns die Erkenntnis ereilt, dass wir gerade etwas gesagt haben, was wir nie sagen wollten. Wir haben uns in etwas wieder erkannt, was wir nie sein wollten. Oder mal ganz banal gesagt: „Wenn ich mal Mutter bin, dann werde ich das gaaaaanz anders machen“. Kommt euch das bekannt vor?“

Es gibt so viele Sätze, die ich in dem Moment, in dem ich ausgesprochen habe, bereue und gerne mit einer Spultaste zurück spulen möchte.

 Ihr kennt das sicher, oder?

Seit ich in der Kinderpflegeausbildung bin, gehe ich noch härter mit mir ins Gericht. Ich reflektiere mich nicht nur als Mutter, sondern auch als pädagogische Kraft (die es eigentlich wissen sollte). Manches bekommt man einfach nicht aus sich heraus, vieles wird meistens in Stresssituationen einfach vom Gehirn automatisch ausgespuckt. Danach würde ich oft gerne noch ein lautes „Na ganz toll gemacht, Anja“ beifügen. Manchmal tue ich das auch. Ich mach mich dann auch oft über mich selber lustig und sage einfach „Das war jetzt überhaupt nicht pädagogisch wertvoll“. Also ist mir in dem Moment sehr wohl bewusst, dass gleich ein abgedroschener Satz aus mir raus sprudelte, ich ihn aber nicht zurückhalten konnte.

„Nein, fass das nicht an.“

ICH WILL KEINE NEIN-MAMA SEIN!

das habe ich mir persönlich vorgenommen. Der Satz kommt noch, aber beschränkt. Wenn ich mit Lia einkaufen bin, darf sie mir helfen (ich nehme mir extra die Zeit um mit ihr gemeinsam und in Ruhe einkaufen zu gehen), sie darf auch die Dinge anfassen die sie sich ansehen möchte. Großeinkäufe mache ich dann lieber alleine und in Ruhe. Als sie noch kleiner war, habe ich dies mit ihr gemeinsam gemacht. Alles anfassen und betiteln, aber auch gemeinsam wieder aufräumen. Lia liebt es den Make-up-Ständer auseinander zu nehmen (klingt schlimmer als es ist), aber, wenn wir gehen, tut sie alles exakt an seinen Platz zurück, das macht mich wirklich stolz. Ich finde es schrecklich, wenn den Kindern immer verboten wird alles anzufassen, sie wollen doch die Welt entdecken. Immer mache ich das natürlich auch nicht, aber manchmal geht das schon ;-).

„Beeil dich bitte!“

Nicht schon wieder dieser Satz!

Zeitdruck, ist eine Sache mit der ich in letzter Zeit ziemlich zu hadern hatte und über die ich sehr nachgedacht habe. Ich mache mir selber immer sehr viel Druck und packe meinen Tag zu voll, aber warum sollte mein Kind darunter leiden müssen. Wenn ich fernsehe und Familien sehe, die auf dem Land leben oder beispielsweise in Schweden in einer abgeschiedenen Gegend, denke ich mir immer: „Oh wie schön, die haben bestimmt viel Zeit miteinander!“. Den Satz „Beeil dich bitte!“ muss ich meistens dann sagen, wenn ich selber einfach viel zu wenig Zeit eingeplant habe und es dann knapp wird. Also wird einfach früher aufgestanden, und sich länger für andere Dinge (in der Früh mal kurz was spielen nach dem Anziehen und Zähneputzen) Zeit genommen. Wenn ich Lia von der Kita abhole, baue ich mittlerweile so viel Zeit ein, dass sie sich in Ruhe selber anziehen kann und nochmal kurz rumtollt, ohne dass ich sie drängen muss. Seitdem bin ich ein wenig entspannter in diesen Momenten.

 Sarah- Heldenhaushald: „Ich zähle bis drei, dann…“ – Countdown anzählen. Es gibt diesen wunderbaren Spruch „Wenn das Kind mal herausfindet, dass nach 3 nichts passiert, bin ich geliefert!“. Mal ehrlich, kam es bei euch jemals soweit. Eigentlich erschreckend, dass das Anzählen so effektiv ist und jeder hat es bestimmt schon einmal genutzt, oder?“

„Ich zähl bis drei,dann…“

Oh ich fühle mit dir Sarah! Ich denke mir so oft: „Momentan klappt das, aber wie lange noch?“ Und jetzt mal ehrlich…wir hassen und verwenden diesen Satz ALLE. Ich habe mir vorgenommen lieber zu erklären und mich der Situation hinzugeben anstatt mit 1…2…3 zu beginnen. Also erkläre ich Lia jetzt immer den Nachteil, der sich aus einem „nicht befolgen der Situation“ ergibt. Klappt auch nicht immer, aber ich fühle mich besser damit. 1…2…3.. kommt trotzdem noch zum Einsatz …manchmal mehr, manchmal weniger.

Bitte bereichert meinen Beitrag mit euren Sätzen, die ihr zu oft sagt und teilt sie mir in den Kommentaren mit!

eure anja

2 Kommentare zu „Blogparade – Was Kinder zu oft zu hören bekommen… #zuoftgesagt

  1. Fass das nicht an. Ja, das kenne ich auch. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann habe ich Beeren gesammelt und damit Sandsuppe im Buddelkasten gekocht und Federn eingesammelt, um damit zu basteln oder sie einfach wie einen Strauß Blumen festzuhalten. Heute kommt dann ganz schnell ein „Fass das nicht an, wer weiß, was da für Krankheiten dran hängen“: Hachja…

    Danke für deinen schönen Beitrag zur Blogparade!

    Gefällt 1 Person

    1. Leider! Schön das es trotzdem noch viele gibt, die Ihr Kinder wirklich noch entdecken lassen. Ich kam als Kind vom Spielplatz gar nicht mehr runter bis ich 14 Jahre alt war. Jetzt sucht man auf manchen Kinderspielplätzen die Kinder :-(.

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